analoge Photographie

Makrofotografie analog – mit Praktica BX20s, Adaptern und Carl Zeiss Jena Biometar 2.8 80

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Makrofotografie mit analoger Kleinbildkamera und Mittelformatobjektiv. Geht das? Aber sicher doch!. Aus dem reichhaltigen Fundus betagter Fototechnik entstand eine interessante Kombination.
In der Praktica BX20s, die letzte bei Pentacon in Dresden gefertigte Kleinbildkamera, war zu Testzwecken noch ein Paradies ISO200 Film vom DM-Markt eingespannt. Mittels Adaptern und Zwischenringen wird das Standardobjektiv der Pentacon six tl, das Carl Zeiss Jena Biometar 2.8 80, aufgesetzt. In dieser Kombination sehr extrem, denn die Schärfentiefe beträgt bei offener Blende nur wenige Millimeter.

Der Aufbau ist überschaubar. Praktica BX20s, Adapter von Praktica B-Bajonett auf M42, Adapter von M42 auf Pentacon six, dann kommt ein kompletter Satz Zwischenringe mit fast 13cm Länge. Ganz vorne sitzt das Carl Zeiss Jena Biometar 2.8 80, das Standardobjektiv der Pentacon six.

Aufbauf für Makrofotografie

 

Für die Makroversuche müssen ein paar Teile herhalten, die gerade greifbar sind, ein Lego Darth Vader, eine Netzwerkkarte, gesammelte Milchzähne des Nachwuchs und ein guter alter Pfennig. Einmal zur Übersicht mit der Digitalknipse abgelichtet.

 

Als Erster muß der ehemalige Herr Skywalker ran. Das grundlegende Problem ist, dass die Springblende des Biometar in diesem Aufbau nicht nutzbar ist. Will man also etwas Schärfentiefe haben wird es finster auf der Mattscheibe. Den Fokusring am Objektiv vergessen wir mal ganz schnell, der nutzt hier nämlich garnichts. Die Kamera muß millimeterweise bewegt werden, die erste Linse wenige cm vom Objekt entfernt. Hier wurde auf 5.6 abgeblendet und die Belichtungszeit übernimmt die Automatik der BX20s. Die „Nasenspitze“ ist scharf, selbst die „Augen“ gehen bereits in den Bereich der Unschärfe. Dabei sprechen wir über eine Distanz von 3mm.
Die Bilder sind auf der Webseite verkleinert dargestellt, ggfs. das Bild einzeln anzeigen lassen, dann sieht man auch viel besser die Körnung des Films, die das Ergebnis limitiert und die Grenzen des Objektivs.

Lego Darth Vader Makrofotografie

Als nächstes muß die Netzwerkkarte ran, einmal mit weit geschlossener Blende, einmal offen. Die Beinchen des Chips liegen ca. 0,5mm auseinander. Insbesondere das zweite Bild zeigt die extrem geringe Schärfentiefe, hier wurde nicht mit Effekten nachgeholfen, das kommt so vom Negativ.

Makrofotografie analog Praktica BX20s mit Biometar 2.8 80

Makrofotografie analog Praktica BX20s mit Biometar 2.8 80 Offenblende

Als nächstes folgt ein Milchzahn vom älteren meiner beiden Kinder. Im Hintergund liegen weitere Zähne herum. (Sie wurden NICHT extra für dieses Foto gezogen, sondern fielen von ganz allein heraus)
Makrofotografie analog Praktica BX20s mit Biometar 2.8 80, Milchzahn

Zu guter Letzt noch ein Pfennig, die Älteren werden sich erinnern, das war die Zeit zwischen Reichsmark und Euro (für Westdeutsche) oder Mark der DDR und Euro (für Bürger der Ex-DDR). Einmal das Gesamtbild und ein Ausschnitt aus dem Bild.

Makrofotografie analog Praktica BX20s mit Biometar 2.8 80, Pfennig

Makrofotografie analog Praktica BX20s mit Biometar 2.8 80, Pfennig Detail

 

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